Praxisseminar Jagdhunde für Hundetrainer

Rassespezifisches Verhalten erkennen, verstehen und Training fundiert planen.

Termin
16.–18. Oktober 2026
Dauer
3 Tage
Ort
Mettmann
Plätze
Offen

Angezüchtetes Verhalten – und was es fürs Training bedeutet

Jagdhunde wurden für sehr unterschiedliche Aufgaben gezüchtet: vom Vorstehen über das Stöbern und die Arbeit unter der Erde bis zur Schweißarbeit. Diese Veranlagungen beeinflussen bis heute Motivation, Aufmerksamkeit, Ausdrucksverhalten und die Möglichkeiten im Training.

Das Praxisseminar verbindet drei Ebenen: die objektive Beobachtung von Verhalten, rassespezifisches Fachwissen und die praktische Ableitung von Trainingsentscheidungen. Gearbeitet wird an realen Mensch-Hund-Teams.

Beobachten.
Und erst danach bewerten.

Interpretation
„Der Hund ist aggressiv."
Eine Vermutung. Nicht überprüfbar, nicht vergleichbar – und trotzdem oft die Grundlage für die nächste Trainingsentscheidung.
Beobachtung
„Der Körper ist fest, die Rute steht waagerecht, die Ohren sind nach vorn gerichtet."
Beschreibt, was tatsächlich zu sehen ist. Überprüfbar, im Team besprechbar und über die Zeit vergleichbar.
Im Seminar arbeitest du mit einem Ethogramm: einem strukturierten Raster, mit dem Körpersprache zuerst beschrieben und erst anschließend eingeordnet wird. Diese Trennung ist die Grundlage für alle weiteren Module.
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Für wen die Fortbildung gedacht ist

Angehende Hundetrainerinnen und Hundetrainer, frisch ausgebildete Trainer sowie Trainer mit ersten Praxiserfahrungen, die ihre Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Jagdhundetypen erweitern möchten.

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Lerntheorie und Hundeverhalten sind hilfreich, aber keine Bedingung. Eine abgeschlossene Trainerausbildung ist nicht erforderlich.

Was ihr fachlich mitnehmt:

Verhalten objektiv beobachten und fachlich beschreiben
Beobachtung und Interpretation methodisch voneinander trennen
Rassespezifische Veranlagungen und ursprüngliche Aufgaben einbeziehen
Motivation, Körpersprache und individuelle Bedürfnisse differenzierter einschätzen
Gesundheitliche Besonderheiten in ihrer Wirkung auf Verhalten berücksichtigen
Nachvollziehbare Trainingsentscheidungen ableiten und begründen

Drei Module über drei Tage

Modul 1

Objektive Verhaltens­beobachtung

  • Aufbau und Anwendung eines Ethogramms
  • Körpersprache systematisch beschreiben
  • Beobachtung versus Interpretation
  • Typische Beobachtungsfehler und ihre Folgen
Modul 2

Rassespezifische Besonderheiten

  • Vorsteh-, Stöber-, Erd- und Schweißhunde im Vergleich
  • Ursprüngliche Aufgaben und heutiges Verhalten
  • Motivation, Nasenarbeit, Ausdauer, selbstständiges Arbeiten
  • Ausdrucksverhalten im Rassevergleich
  • Gesundheitliche Aspekte und ihre Bedeutung
Modul 3

Praxis und Trainings­planung

  • Beobachtung realer Mensch-Hund-Teams
  • Fallbeispiele und gemeinsame Auswertung
  • Praktische Übungen in Kleingruppen
  • Ableitung begründeter Trainingsentscheidungen

Wie wir arbeiten:

Kompakte Theorieeinheiten
Arbeit mit dem Ethogramm
Praktische Übungen
Live-Beobachtung
Videoanalyse
Fallbesprechungen
Gemeinsame Auswertung
Der Praxisanteil überwiegt. Theorie wird dort eingebracht, wo wir sie für die anschließende Beobachtung brauchen. Wir vermitteln Fachwissen und Handlungskompetenz – mit realistischer Berücksichtigung genetischer Veranlagungen und individueller Grenzen.

Unser Team

Aleksandra Rosenkranz & Saskia Bautz

Die Hundeschule Dogwhisper wurde 2006 gegründet. Unsere Expertise liegt in der Arbeit mit Problemhunden, Listenhunden und Aggressionsverhalten.
Unsere jahrzehntelange Praxiserfahrung umfasst neben der täglichen Arbeit in der Hundeschule auch langjährige Tätigkeiten im Tierheim, Pensionsbereich und der Arbeit mit Auszubildenden.

Als anerkannte Sachverständige nach dem Landeshundegesetz NRW verbinden wir fundierte Fachkenntnis mit umfassender praktischer Erfahrung. Diese Kombination prägt unsere Arbeit und bildet die Grundlage unserer Praxisseminare für angehende und bereits tätige Hundetrainer.

Corinna Gedig-Henkel - Dozentin

Corinna Gedig-Henkel ist seit 2003 als Hundewirtin mit eigener Hundeschule und viel Herzblut tätig. Seit 2008 ist sie auf die professionelle Jagdhundeausbildung spezialisiert und bildet sowohl Jagdgebrauchshunde als auch Hunde von Nichtjägern aus. Zusätzlich qualifizierte sie sich 2016 zur Hundeernährungsberaterin und 2017 zur Hundephysiotherapeutin.
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